Die Töpferei

Traditionelle Töpferkunst trifft modisches Design!

Das Firmenzeichen mit dem großen "A" wurde bereits Anfang des letzten Jahrhunderts von Max Arnold, dem Großvater der heutigen Besitzerin, eingeführt. Dieses Zeichen der Tradition ist für uns eine Verpflichtung.

Responsive image
Responsive image

Im Töpferhaus Arnold in der alten sächsischen Töpferstadt Kohren-Sahlis wird schon seit 1548 qualitativ hochwertige Gebrauchs- und Kunstkeramik hergestellt. Dieser langen Tradition und dem Standort im Freistaat Sachsen fühlen wir uns verpflichtet. Alle unsere Erzeugnisse werden heute noch in Handarbeit gefertigt. Sie sind keine Massen- und deshalb auch keine Billigware - aber in jedem Falle ihren Preis wert.

In der Töpferwerkstatt können Sie selbst sehen, wie alle unsere Produkte mit kunstvoller Hand gedreht und bemalt werden. Jedes unserer Produkte ist ein handgetöpfertes Unikat in den Mustern Blau-Weiß, Löffelmuster, Kornblume, Licht und Schatten. Traditionsbewusst gehen wir mit der Zeit. Sie finden modisches Design (z. B. unsere Meisterlinie) genauso, wie traditionelle Töpferkunst, die eng mit der sächsischen Töpferstadt Kohren-Sahlis in Verbindung steht. Bei allen Produkten orientieren wir uns nicht an vorübergehenden Moden, sondern an langer Lebensdauer. In unserem Betrieb arbeiten fast nur Frauen. Nicht zuletzt deshalb wurden wir 1999 als "frauenfreundlicher Betrieb" vom Land Sachsen ausgezeichnet.

Responsive image
Responsive image

Durch das Engagement der Belegschaft hat die Töpferei den schweren Übergang von der Planwirtschaft zur Marktwirtschaft geschafft. Die Belegschaft ist bei allen Entscheidungen, welche die Zukunft des Betriebes betreffen, eingebunden.

Das Firmenzeichen "Töpferhaus Arnold - Handarbeit aus Kohren" steht also für

  • die Tradition des Töpferhandwerkes mit qualitativ hochwertigen Produkten
  • die Tradition des sächsischen Handwerks mit Anpassungsfähigkeit und Ideenreichtum
  • die Tradition einer gemeinsamen Verantwortung von Belegschaft und Betriebsleitung für die Zufriedenheit der Kunden.

Wir sind für Sie da:

  • Montag bis Freitag: 9.00 bis 18.00 Uhr (außer Januar/Februar - 09.00-17.00 Uhr)
  • Samstag, Sonn- u. Feiertage: 10.00 bis 12.00 Uhr / 13.00 bis 16.00 Uhr
  • (außer: Karfreitag, Christi Himmelfahrt, Buß- und Bettag, Heiligabend, 1. u. 2. Weihnachtsfeiertag, Silvester, Neujahrstag)

Zur Geschichte des Töpferhandwerks in Kohren-Sahlis

Das Töpferhaus Arnold ist Deutschlands einzige Töpferei, in der nachweislich seit 450 Jahren ununterbrochen Töpferwaren hergestellt werden. In demselben Raum, in dem heute die Töpferinnen die Drehscheibe am Laufen halten, wurden schon1548 Schüsseln und Töpfe hergestellt. Die Geschichte des Töpferhauses Arnold ist eng mit der der sächsischen Töpferstadt Kohren-Sahlis verbunden.

"In der Töpferstadt Kohren heißt es mit Recht:
wir Töpfer sind hier ein altes Geschlecht.
Drehen und Formen mit der Hand -
bleiben stets treu unserem Handwerkerstand."

Dieser alte Werkstattspruch ist Ausdruck der Bedeutung der Kohrener Töpferkunst. Scherbenfunde beweisen, daß die Sorben-Wenden hier schon dieses Handwerk betrieben haben. Die Tongruben in der Nähe haben das Töpferhandwerk hier heimisch werden lassen. Die ältesten Erzeugnisse Kohrener Töpferkunst, die heute noch »in Gebrauch sind«, sind die Fußbodenkacheln in der Burgkapelle auf Burg Gnandstein in der Nachbarschaft von Kohren. Sie stammen aus dem 15. Jahrhundert.

Die Kohrener Töpfereien haben natürlich vor allem Gebrauchsgegenstände hergestellt - neben »Töpfen und Schüsseln« auch Ofenkacheln. Die Töpfermeister waren deshalb gleichzeitig auch Ofensetzer. Wenn wir heute die Ofenkacheln aus dem 17. Jahrhundert betrachten, können wir das hohe Niveau Kohrener Töpferkunst bewundern. Ein Teil davon sind in verschiedenen Museen in Sachsen zu besichtigen.

Die Blütezeit Kohrener Töpfereien war im 18. Jahrhundert. Zeitweise gab es 14 Töpfereien mit 14 Meistern und 36 Gesellen und 12 Lehrlingen. Anfang des 20. Jahrhunderts ging die Zahl der Töpfereien rasch zurück. Schuld daran war die Einführung von Emaille- und Aluminiumgeschirr.

Responsive image

In dieser schwierigen Situation hat Max Arnold, aus Köpenick kommend, eine der letzten drei Töpfereien in Kohren übernommen. Diese Töpferei hat alle Stürme der Zeit überlebt und war 1956 die einzige und letzte Töpferei in Kohren. Ein Grund dafür war sicherlich, dass Max Anold von Anfang an sein Handwerk mit dem Tourismus verbunden hat. Er machte die Töpferei zum Anziehungspunkt im Kohrener Land. Seine Werkstatt gab er zur Besichtigung frei und sie war - wie heute noch - jedes Wochenende geöffnet. Sein Sohn Rudolf Arnold hat mit Werbeplakaten in der Eisenbahn zum Besuch der Töpferei eingeladen. (siehe Bild)

Von Anfang an hat Max Arnold sich mit der Tradition seiner neuen Heimat eng verbunden. So stellte er zur Errichtung der »Kohrener Töpferstube« auf der Burg Gnandstein Exponate aus seiner Sammlung zur Verfügung. Sein Sohn Rudolf Arnold, der 1948 die Töpferei übernahm, setzte dieses Traditionsbewußtsein fort und sammelte viele Gegenstände aus der Geschichte des Töpferhandwerks, die heute den Grundstock für das Töpfermuseum der Stadt Kohren-Sahlis bilden.

Das Töpferhaus Arnold ist damit die älteste Töpferei weit und breit. Seit 1548 hat sich in diesem Haus ununterbrochen die Drehscheibe gedreht - die Namen der Meister lassen sich lückenlos nachweisen.

Seit 1993 führt nun Christine Ruf, geborene Arnold, die Tochter von Rudolf Arnold und die Enkelin von Max Arnold, die Familientradition fort.

Günter Barthel, Landesverein Sächsischer Heimatschutz e.V